Vive l’échange! – Unser Schüleraustausch mit Buc

Auf dem Weg zum Eiffelturm
Unsere Gruppe vor Zeus, dem Metallpferd, das 2024 die Olympischen Spiele eröffnete
Empfang im Rathaus in Weimar

Nach monatelanger Vorfreude war es am Freitag, dem 20. März 2026, endlich so weit: Unser Frankreichaustausch nach Buc ging los. Am Morgen haben wir uns am Erfurter Hauptbahnhof getroffen, da auf der Zugstrecke zwischen Weimar und Erfurt größere Baumaßnahmen angekündigt wurden. Zum Glück verlief unsere Reise trotzdem ohne Probleme und wir konnten wie geplant mit dem Direktzug nach Paris fahren. Während wir uns Frankreich immer weiter näherten, stieg bei vielen von uns die Aufregung. Schließlich wartete gleich ein ganzes Wochenende in der Gastfamilie auf uns – bei Menschen, die wir bisher nur durch Nachrichten von unseren Austauschpartnerinnen oder Austauschpartnern kannten. Fragen wie „Wie wird meine Gastfamilie sein?“, „Verstehen wir uns überhaupt?“ oder „Reicht mein Französisch aus?“ gingen wahrscheinlich fast jedem durch den Kopf.

Nach unserer Ankunft sind wir über Versailles weiter zur Schule in Buc gefahren, wo wir zum ersten Mal unsere Austauschpartnerinnen und Austauschpartner und ihre Familien getroffen haben. Die Nervosität verflog recht schnell, denn wir wurden überall herzlich aufgenommen. Besonders geholfen hat, dass viele unserer Austauschpartnerinnen und Austauschpartner sehr gut Deutsch sprechen konnten. So konnten sie uns oft unterstützen, wenn uns einmal die passenden französischen Wörter fehlten. Das erste Wochenende war deshalb geprägt von vielen neuen Eindrücken, kleineren Missverständnissen, über die wir gemeinsam lachen konnten, und jeder Menge neuer Erfahrungen.

Nach diesem gelungenen Start freuten wir uns darauf, auch den französischen Schulalltag kennenzulernen. Schon am Montag konnten wir erleben, wie anders Schule in Frankreich im Vergleich zu Deutschland ist. Wir haben unsere Austauschpartnerinnen und Austauschpartner in den Unterricht begleitet und konnten den Alltag an einem deutsch-französischen Gymnasium kennenlernen. Besonders beeindruckt hat uns das moderne Schulgebäude mit seinen vielen Aufenthaltsräumen, der großen Mediathek (CDI) und den Surveillants, die sich um die Aufsicht kümmern. Anders als bei uns dauert der Schultag in Frankreich oft bis 17 oder sogar 18 Uhr...  Es war anstrengend, aber auch spannend, den französischen Schulalltag kennenzulernen. Wir sind aber echt froh, dass unsere Schultage in Deutschland etwas kürzer sind. Am Dienstag stand endlich Paris auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir auf den Eiffelturm gestiegen und haben den tollen Ausblick über die Stadt genossen. Anschließend haben wir bei einer Rallye das Viertel rund um den Eiffelturm erkundet. Der Mittwoch begann mit einer Bootsfahrt auf der Seine. Die Erklärungen gab es auf Französisch und Englisch. Da kam man manchmal etwas durcheinander, aber dafür konnten wir viele schöne Bilder von den Sehenswürdigkeiten machen. Anschließend hatten wir noch Zeit, die Stadt zu erkunden. Leider war das Wetter diesmal nicht so gut. Es war windig und hat geregnet, aber wir haben uns die Stimmung nicht verderben lassen. Am Donnerstag stand ein Museumsbesuch auf dem Programm. Danach haben wir unsere Projekte in der Schule präsentiert. Dafür sollten wir ein Video im Stil der französischen Reihe „À musée vous, à musée moi“ erstellen. Dabei entstanden viele kreative und lustige Ergebnisse, über die wir gemeinsam viel lachen konnten. Am Freitag gab es dann noch ein weiteres Highlight: das Schloss von Versailles.Die riesigen Säle mit den goldenen Verzierungen, den alten Gemälden und dem berühmten Spiegelsaal waren wirklich beeindruckend. Auch der Schlossgarten ist riesig. Da haben wir wieder gut Schritte gesammelt, wie eigentlich jeden Tag in dieser Woche. Und dann war es schon wieder Zeit Abschied zu nehmen. Am Samstag haben wir uns am Bahnhof in Versailles von unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern verabschiedet, bevor es über Paris und Frankfurt schließlich wieder zurück nach Weimar ging. Im Gepäck hatten wir viele schöne Erinnerungen, neue Erfahrungen und leckeres französisches Gebäck.

Doch damit war unser Austausch noch nicht vorbei. Kurz vor dem Schuljahresende fand der Rückaustausch statt: Unsere französischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartner sind für zwei Wochen nach Weimar gekommen, um hier ihr Praktikum zu absolvieren. Zur Begrüßung wurden wir sogar gemeinsam im Rathaus vom Bürgermeister empfangen. Natürlich zeigten wir unseren Gästen die Stadt und verbrachten viel Zeit zusammen. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch des Bauhaus-Museums, das Sommertheater mit dem ursprünglich französischen Stück „Der Menschenfeind (Le Misanthrope)“ von Molière sowie eine kleine Abschiedsfeier zum Abschluss der gemeinsamen Zeit.

Der Austausch war für uns alle eine besondere Erfahrung. Wir haben nicht nur unser Französisch verbessert, sondern auch die französische Kultur besser kennengelernt. Viele von uns möchten auch in Zukunft mit ihren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern in Kontakt bleiben.

15 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9a und 9c, Frau Gerstenberger und Frau Reichenbach