Ausflug an die EAH Fachhochschule Jena – Einblick in Studium und Zukunft

Von Laura N. |

Am 3. Februar 2026 machten sich die elften Klassen unserer Schule auf, im Rahmen der Aktion „Schüler Express“, die Ernst-Abbe-Hochschule University of Applied Sciences in Jena zu besuchen.

Dieser Tag bot uns die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines modernen Hochschulcampus zu werfen, verschiedene Studienfächer kennen zu lernen und wertvolle Einblicke in den Studienalltag zu gewinnen.

Der Tag begann, nach einer kurzen Zugfahrt, um 8:45 Uhr auf dem Campus der EAH, wo wir so gleich von Herr Canis, einem engagierten Studienberater der Hochschule, herzlich empfangen wurden. Er begleitete uns über den Tag hinweg zu den geplanten Programmen und stellte uns die EAH in einem Anfangsvortrag vor. Für viele von uns war es spannend zu sehen, wie vielfältig die angebotenen Studienfächer sind.

Gleich danach wurden wir auch schon in unsere Gruppen eingeteilt. Es ist doch klar, dass ein Event welches unteranderem von Frau Holz geplant wurde, gut durchdacht sein muss, weshalb wir uns schon einige Wochen vorher in verschiedene Angebote einwählen sollten, in die wir nun reinschnuppern konnten.

Das Hauptprogramm war nämlich genau das: die Fächer, die Professoren und den Unterricht in Form von Vorlesungen, Führungen oder Workshops kennenlernen.

Unsere Teilnahme war in zwei Runden eingeteilt, man konnte also zwei Studienfächer kennen lernen. Zur Auswahl standen unter anderem Business Administration, Augenoptik, Werkstofftechnik, Medizintechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik/Informatiktechnik, Gesundheit und Pflege und noch viele mehr. Einige Gruppen saßen dann mit richtigen Studenten in Vorlesungen, während anderen die praktischen Seiten der Fächer nahegebracht wurden.

Im Studienfach Business Administration wurde uns beispielsweise ein Workshop in Wirtschaftspsychologie geboten. Hier lernten wir, was gute Teamarbeit ausmacht, welche verschiedenen Persönlichkeitstypen es in Teams gibt und worauf Unternehmen bei der Zusammenstellung von Teams achten. Wir sind jetzt jedenfalls gut auf die nächste Gruppenarbeit vorbereitet.

Technisch orientierte Fachrichtungen wie Werkstofftechnik, Maschinenbau, Medizintechnik und Augenoptik boten spannende Einblicke in den praktischen Alltag. Wir durchquerten Werkstätte, in denen die Studierenden mit Hightech-Maschinen arbeiten, durften Experimente durchführen, zum Beispiel im Bereich Augenoptik, wo die Sehfähigkeit und Koordination unserer Gruppe gefragt waren. Besonders beeindruckend war das Labor der Medizintechnik, das mit teuren Hightech-Geräten ausgestattet ist, darunter Pipetten im Wert von über 800 Euro, die auch so in der Pharmaindustrie verwendet werden. Es war ein großer Unterschied, mit denen zu Pipettieren, im Vergleich zu den aus unserem Bio und Chemie Unterricht.

Ein weiteres Highlight war, dass die Professorinnen und Professoren an der EAH alle berufserfahren sind. Sie berichteten uns von ihren Erfahrungen im Berufsalltag, erklärten, worauf es bei Bewerbungen in Unternehmen der jeweiligen Branchen ankommt und worauf zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten sollten. Diese wertvollen Einblicke machten die Studienfächer noch greifbarer und wir konnten über die ein oder andere Geschichte herzlich lachen.

Nach den Erkundungen trafen wir uns in der großen Mensa der Hochschule, die uns mit einem vom Campus gesponserten Mittagessen versorgte. Die Mensa beeindruckte uns durch ihre Größe und

angenehme Atmosphäre – manche konnten sich auch dabei ertappen, wie sie sich in dieser oder einer anderen in der Zukunft selbst essen sehen konnten.

Der letzte Programmpunkt war ein „Study Talk“ mit Studierenden. Hier teilten die jungen Erwachsenen ihre Erfahrungen, gaben private Einblicke in ihren Studienalltag und berichteten auch, wie es ist, fernab von zuhause zu studieren. Besonders hilfreich war, dass sie unsere Fragen selbst so gut nachvollziehen und unsere Ängste gekonnt zerstreuen konnten. Sie betonten, dass das Studium oft einen Neustart bedeutet und man sich mit Unterstützung von neuen Freunden und Professoren gut durchbeißen kann.

Der Tag endete mit einem positiven Gefühl: Wir lernten nicht nur viel Neues, sondern erhielten auch eine realistische Einschätzung, wie das Studium an der EAH abläuft. Für manche war es eine Bestätigung ihrer eigenen Pläne, wie auch immer diese aussehen mögen, andere bekamen einen Anstoß sich doch mal in der näheren Zukunft nach dem für sie perfekten Studium umzusehen.

Dieser Tag hat uns nicht nur klüger gemacht, sondern auch Spaß gebracht und uns in die Welt des Studiums eingeführt.

Abschließend möchten wir uns herzlich bei Frau Holz, der Studienberatung der EAH, deren Vertreter Herr Canis und natürlich auch bei den Lehrerinnen die uns begleitet haben, bedanken. Wir hoffen, dass auch zukünftige Jahrgänge die Gelegenheit bekommen, diese spannende Erfahrung zu machen.

Für uns Elfer ist auf jeden Fall eins klar: Die Zukunft liegt vor uns, und jetzt wissen wir etwas besser, wohin die Reise gehen könnte.

Hier könnt ihr noch einen Beitrag der EAH lesen.