Am 31. August trafen wir uns morgens am Bahnhof, um in Leipzig ein riesengroßes Abenteuer zu erleben: unsere Klassenfahrt. Unterwegs waren wir mit unseren Klassenlehrern, Herrn Bürg und Frau Holz, inklusive der stärksten Nerven.
In Leipzig angekommen, checkten wir im Meininger Hotel ein und bezogen unsere zwar kleinen, aber trotzdem modern und funktional eingerichteten Zimmer.
Nachdem wir uns in der Stadt etwas zu essen geholt, Leipzigs Zentrum erkundet und ein wenig geshoppt hatten, begann auch schon die erste große Aktivität: die MDR-Studiotour. In einer neuen Stadt muss man erwarten, dass der ÖPNV auch sehr verwirrend sein kann. Vielleicht war das auch der Grund, warum wir 20 Minuten zu spät am MDR-Studio ankamen… Das Gelände war früher mal der größte Schlachthof in Europa, worüber wir sehr erstaunt waren. Die Tour ging weiter und wir kamen zu den richtigen Aufnahmestudios des MDR. Wir konnten viele Blicke hinter die Kulissen erhaschen. Zum Beispiel konnten wir live mitverfolgen, wie die News des heutigen Tages aufgenommen wurden. Wir selber konnten auch unsere eigenen Nachrichten aufnehmen. Dank unserer wundervollen Sprecherin Anna R. konnten wir uns viel besser vorstellen, wie so ein Tag als Nachrichtensprecher*in aussieht. Falls ihr die Serie ,,In aller Freundschaft“ von euren Eltern oder Großeltern kennt oder sogar selber regelmäßig schaut, dann könntet ihr auch wissen, dass sie in Leipzig gedreht wird. Wir konnten uns zwar nicht die richtigen Studios der Serie ansehen, trotzdem konnten wir einen Einblick in die gestellte Notaufnahme, das Wartezimmer und die Eingänge der Sachsenklinik erhaschen. Wusstet ihr, dass alle Lebensmittel am Set nicht echt sind? Oder, dass es bei jedem Dreh richtig ausgebildetes ärztliches Personal gibt, das aufpasst, dass alles so natürlich wie möglich aussieht. Wir nicht, deswegen hat diese Tour ultra viel Spaß gemacht!
Mehr oder weniger Ausgeschlafen machten wir uns am Dienstag nach dem Frühstück auf den Weg Richtung Völkerschlachtdenkmal. Dort angekommen, empfing uns ein Führer mit sehr viel Wissen über das Denkmal. Erst standen wir davor und er erklärte viel über das Äußere des Monuments. Zum Beispiel über die geheime Zahlensymbolik: Warum sind es 12 Ritter (Tipp: Monate)? 365 Stufen (Tipp: Tage eines Jahres)? 91m Höhe (Tipp: pythagoreische Zahlenlehre)? Vielleicht findet ihr es ja heraus! Im Denkmal wurden die römischen, ägyptischen und germanischen Kulturen vereint. Anschließend wurden wir hineingeführt. Dort erwartete uns eine Kuppel und 365 Stufen, die wir uns hinaufgearbeitet haben. Oben angekommen, hatten wir eine spektakuläre Aussicht über die Leipziger Innenstadt. Beim Abstieg hat der Kreislauf bei vielen nicht mehr so mitgespielt. Doch am Ende der Tour haben wir viel neues Wissen erlangt.
Nach einer erholsamen Mittagspause mit viel Freizeit machten wir uns auf, um eine erlebnisreiche, digitale Stadtrallye zu starten. Wir trafen uns um 15 Uhr an der Thomaskirche. Dort wurden wir in Gruppen von 4 bis 6 Personen eingeteilt. Dann bekamen wir eine Anweisung für die App, die wir für die Rallye benötigten. Anschließend sind alle Gruppen in unterschiedliche Richtungen losgegangen. Die Rallye war so aufgebaut, dass wir einen Navigator, einen Fotografen und einen Detektiv hatten. Die Aufgabe des Navigators war es, die Gruppe zu den einzelnen Standorten zu bringen. Der Fotograf war für die Fotos verantwortlich, welche man in besonderen Extraaufgaben schießen musste. Man konnte unterschiedlich viele Punkte bekommen, je nachdem wie viele Fehler man gemacht hatte. Bei Gleichstand bekam die schnellere Gruppe eine bessere Platzierung. Es war eine Rallye, die durch die ganze Leipziger Innenstadt führte. Es ging von Denkmälern und Kirchen bis hin zu Würfeln, die auf einem Platz verteilt waren. Wenn man wollte, konnte man zwischendurch eine kleine Pause einlegen, doch man musste aufpassen, dass man trotzdem noch genügend Zeit für die übrigen Aufgaben einplante, denn wir hatten eine Zeit von drei Stunden. Es war ein sehr schöner Programmpunkt der Woche.
Am Mittwochvormittag ging es endlich ins Belantis. Zuerst mit der S-Bahn, dann mit dem Bus. Kaum angekommen, wurden wir von einem babyblauen, ziemlich beeindruckenden Schloss begrüßt. Nach vielen Fotos und viel zu hohen Eintrittspreisen ging es dann auch schon los. Im Park selbst durften wir uns in Gruppen frei bewegen. Einige gingen direkt zur großen Achterbahn, andere steuerten erstmal das Kinderkarussell und die kleine Eisenbahn an. In den insgesamt acht Themenbereichen und über sechzig Attraktionen war für jeden etwas dabei. Gemeinsam mit unseren Lehrern trauten wir uns sogar auf eine elektrische Schiffsschaukel. Unsere Schreie hat man wahrscheinlich durch den ganzen Park gehört und vielleicht verlor der eine oder andere auch sein Gehör… Nach weiteren Attraktionen trafen wir uns dann zum kurzen „Hallo“-sagen, um sicher zu gehen, dass alle noch leben. In der zweiten Hälfte wurde es nicht unspektakulärer. Gerüchten zufolge wurde die rote Achterbahn von einigen von uns bis zu zwanzig Mal am Stück gefahren. Nach einem unglaublich anstrengenden Tag ging es dann wieder mit Bus und S-Bahn zurück ins Hotel. Alles in allem war es ein wirklich schönes Erlebnis, was wir jedes Mal wieder machen würden.
An Tag vier ging es tierisch weiter, mit einem Besuch im Zoo Leipzig. Wir liefen gegen 9:45 Uhr am Meininger Hotel Los. Um 10:00 Uhr kamen wir am Zoo an. Wir konnten direkt in den Zoo rein, ohne lange zu warten. Wir nahmen uns gleich einen Übersichtsplan, damit wir immer wussten, wo wir uns befinden. Anschließend bekamen wir einige Challenges von Herr Bürg, diese mussten wir bearbeiten. Zuerst gingen wir zum Gondwanaland, dort war eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, weil es die Tropen nachstellen sollte. Dann gingen wir zu den Tigern. Anschließend gingen wir zu den Leoparden, die direkt neben dem Elefantenhaus waren. Nach der Pause inspizierten manche Mitglieder unserer Klasse den nahe gelegenen Spielplatz. Danach ging es mit den verschiedenen Challenges weiter wie beispielsweise eine aufregende Nachrichtendokumentation aufzunehmen. Nach einigen Minuten begann es zu regnen. Während des Regens begaben wir uns in den Glastunnel des neueröffneten Feuerlandes. Anschließend sahen wir uns die Robbenshows an. Danach gingen wir zurück zum Hotel.
Am Freitagmorgen wachten wir mal wieder mit zu wenig Schlaf, aber auch mit tollen Erinnerungen an einen lustigen Gemeinschaftsabend mit Werwolf und Snacks auf. Nach dem Frühstück packten wir unser Zeug und machten uns im Anschluss auf den Weg Richtung Bahnhof. Dort hatten wir noch etwas Zeit zum Shoppen und nahmen danach den Zug nach Weimar.
DANKE FÜR DIE TOLLE KLASSENFAHRT MIT EUCH!




