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Sonntag, 09. Februar 2014, 09:51 Uhr

Von: Herrn Koch



Am 6. Februar wurde in einer kleinen öffentlichen Feierstunde das Schulplanetarium des FSG im Raum 44/45 offiziell eingeweiht. Das sogenannte FulldomeLab entstand in Kooperation zwischen der Bauhaus-Universität Weimar und unserer Schule.

Passend zum Anlass eröffneten einige Schülerinnen und Schüler aus dem Astrokurs 11 unserer Schule die Veranstaltung mit einer Interpretation des Titels "Mann im Mond" von den Prinzen.

In seiner Eröffnungsrede blickte unser Schulleiter, Herr Etzhold, auf den Ablauf der Bauarbeiten für unseren neuen Astroraum zurück. Dabei dankte er den Sponsoren und Fördereren des Projektes:

  • Stadtwerke Weimar Stadtversorgungs-GmbH
  • Stadtverwaltung Weimar
  • Weimarer Wohnstätte GmbH
  • Bildungswerk Thüringen e.V.
  • Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)
  • Verein der Freunde und Förderer des Friedrich-Schiller-Gymnasiums e.V.
  • und natürlich den Elternsprechern

Anschließend bemerkten Prof. Dr. phil. Walter Bauer-Wabnegg und Olaf Nenninger von der Fakultät Medien der Bauhaus-Uni, dass sowohl Uni als auch Schillergymnasium von diesem Projekt profitieren.

Die Zusammenarbeit mit der Fakultät Medien pflegen wir schon seit Jahren innerhalb des Projektes backup@school, stellte Mario Koch, Lehrer am Schillergymnasium, fest. Der Verein Deutscher Ingenieure zeichnete diese Zusammenarbeit vor wenigen Wochen als bestes Medienprojekt in Thüringen 2013 aus.

Im Rahmen unserer schulinternen Projektwoche im März werden wir einen Fulldome-Workshop durchführen und einige Schüler werden sogar ihre Seminarfacharbeit zu diesem Thema verfassen.

Zugleich eröffnet das FulldomeLab als Schulplanetarium völlig neue didaktische Möglichkeiten für die verschiedenen Astronomiekurse und -klassen am FSG.

Mark Hebestreit, ein Schüler aus unserem Astrokurs 12, präsentierte den Anwesenden einige der nun realisierbaren astronomischen Möglichkeiten.

So können die Schüler beispielsweise den Sternenhimmel zu jeder Zeit über jedem Ort der Erde simulieren. Tag und Nacht, Jahreszeiten, Sonnensystem, Planeten, Raumfahrt, Sternbilder und Mythologie sind nur einige Themen, die nun sehr anschaulich dargestellt werden können.

Micky Remann und André Wünscher, Dozenten für Immersive Medien und Fulldome-Projektion, beleuchteten in ihren Beiträgen den Nutzen des Projektes für die Mediengestalter und - künstler der Bauhaus-Universität Weimar.

Die digitale Ganzkuppelprojektion (engl.: Fulldome) gewinnt als immersives Medium zunehmend an Bedeutung. Während sich das Gros der heutigen Bildmedien an zweidimensionalen Flächen wie Leinwand oder Monitor orientiert, etabliert sich mit der 360°-Ganzkuppelprojektion ein grundsätzlich andersartiges Format für das filmische Erzählen und das räumliche Komponieren von Geschichten.

An der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen der Professur Medien-Ereignisse von Prof. Wolfgang Kissel hat der Dozent Micky Remann seit sieben Jahren studentische Fulldome-Projekte begleitet, die beim FullDome-Festival im Zeiss-Planetarium Jena prämiert und auch international gezeigt wurden.

Für die praktische Ausbildung  und Auseinandersetzung mit diesem Genre steht in Weimar nun das „FulldomeLab“ zur Verfügung. Die im Astronomieraum des Schiller-Gymnasiums vorhandene 4,5 m Ø Planetariumskuppel wurde mit eigens konstruierter Projektionstechnik, Spezialoptik und Rechner ausgestattet. Die Installation erlaubt es den Studierenden, eigene Fulldome-Produktionen zu erstellen, die dann z.B. beim FullDome-Festival im Zeiss-Planetarium Jena und anderen Fulldome-Theatern abgespielt werden können.

Nach den vielfältigen Redebeiträgen, die über die Hintergründe und die Perspektiven des Projektes informierten, konnten sich die anwesenden Gäste und Pressevertreter  in der Schulsternwarte noch ein Bild von den schuleigenen astronomischen Bemühungen machen.

Das Schillergymnasium blickt auf eine lange astronomische Tradition zurück, die selbstverständlich weiter gepflegt werden soll.

Ganz aktuell wird ein gemeinsames astronomisches Projekt mit zwei Schulen in Südafrika und Indien und dem Weimarer FSG entwickelt. Außerdem beteiligt sich das FSG am PanStarrs-Asteroiden-Suchprogramm, ist SOFIA-Partnerschule und Partnerschule des Hauses der Astronomie in Heidelberg.

Neben der Medientechnik bietet gerade die Astronomie viele spannende naturwissenschaftliche Ansätze.

Das Friedrich-Schiller-Gymnasium hat sich auch das Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schüler im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Seit 2011 trägt das FSG den Titel "MINT-freundliche Schule". Das ist natürlich auch ein Ansporn, weiterhin vor allem im mathematisch-naturwissenschaflichen Bereich verschiedene Aktivitäten durchzuführen.

Neben der Schulsternwarte wird nun die langjährige astronomische Tradition des Friedrich-Schiller-Gymnasiums durch das Schulplanetarium ergänzt.

Das FulldomeLab - ein Planetarium für Weimar!

Der MDR berichtete am 6. Februar im Thüringen Journal darüber. Hier gelangen Sie zum Beitrag in der Mediathek.









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